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am: 22. November 2004
Referentin: Mijanou Meyer von der Fachstelle
für Prävention und
Gesundheitsförderung in Baden-Baden
Zu diesem Vortrag für die ganze Schule kamen etwa 50 interessierte Eltern und Lehrer. Nach dem Vortrag folgte eine rege Diskussion.
Auf eine Initiative der 9. Klassen hatten sich G. Spranz und J. Hils darum gekümmert Frau Mijanou Meyer für diesen Abend zu gewinnen. Lebendig und anschaulich präsentierte Fr. Meyer Fakten, zeigte Risiken auf und gab hilfreiche Hinweise. Am Schluss konnten die Teilnehmer die Getränke selbst testen.
Frau Mijanou Meyer bittet zur Kostprobe
Jugendliche als Zielgruppe für Alcopops
Alcopops gehören inzwischen zu den beliebtesten alkoholischen Getränken bei Jugendlichen. 48 Prozent der 14 – bis 17-Jährigen konsumieren regelmäßig Alcopops, obwohl sie nach dem Jugendschutzgesetz solche spirituosenhaltigen Getränke gar nicht bekommen dürften. Genau so viele Mädchen wie Jungen lassen sich zum Konsum verlocken. Der Umsatz steigt stetig.
Ähnlich wie die Energydrinks sind sie in poppigen, bunten und witzigen Flaschen verpackt. Sie sind „trendy“. Im Vergleich zu Bier oder Wein schmecken sie süß. Den Alkohol schmeckt man nicht so ohne weiteres heraus.
Der hohe Alkoholgehalt – etwa zwei Schnäpse pro Flasche – ist schwer von einem jungen Organismus abzubauen und es kann zu ernsthaften Schädigungen kommen. Nicht selten kommen Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Außerdem werden sie schneller als Erwachsene alkoholabhängig.
Was kann zu einer Gewöhnung führen?
Es ist normal und auch nicht zu verteufeln, dass Jugendliche vieles ausprobieren wollen. Mit Alkohol sollten sie nicht zu früh experimentieren. Wie bei allem im Leben ist das richtige Maß entscheidend. Bei Problemen jedoch zu Alkohol zu greifen schafft nur neue und größere Probleme. Die alten bleiben bestehen und neue kommen durch negative Folgen hinzu. Oftmals allerdings ist der familiäre Hintergrund sehr ungünstig und die Jugendlichen sind sich selbst überlassen.
Was hilft Jugendlichen?
Die Aufgabe der Erziehenden besteht darin die Jugendlichen stark zu machen, sie auch zu loben und nicht ständig zu kritisieren. Selbstbewusste Jugendliche lernen Grenzen zu akzeptieren. Sie können auch mal Nein sagen.
Jugendliche sollen lernen
sich dem Leben zu stellen und Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen. Hilfreich
sind dabei gute Vorbilder und Menschen, die nicht weg schauen, wenn die
Jugendlichen Probleme haben.
(G. Spranz)