Erstellt: 05.05.2007

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Besichtigung des Konzentrationslagers

„Natzweiler-Struthof“ - Elsass

der 9. Klassen der Franziska-Höll-Schule Bühlertal

 

   

Am 18.04.2007 besichtigten die 9. Klassen (ca. 60 Schüler) mit ihren Lehrern Frau Riedinger, Frau Erdmann-Kille und Herrn Baumann das Konzentrationslager „Natzweiler-Struthof“, welches sie mit einem extra gemieteten Bus erreichten.

Natzweiler-Struthof liegt etwa 55 km südwestlich von Straßburg, auf einem Gipfel der Vogesen in 800 m Höhe.

 

   

Die Geschichte des einzigen Konzentrationslagers auf französischem Boden beginnt mit dessen Erbauung durch die ersten Häftlinge Ende 1940.

Das Lager wurde anfangs für Rund 4 000 Gefangene gebaut, wobei meist jedoch wesentlich mehr Inhaftierte im Lager untergebracht wurden. Der Höchststand liegt bei ungefähr 7 000 Inhaftierten.

Das Lager besaß 17 Baracken, wovon nur noch vier erhalten sind und 8 Wachtürme. Unter den Baracken waren ein Krematorium, eine Küche, ein Raum mit Zellen für die Gefangenen, etc. Das Lager war von Stacheldraht umzäunt. Der Stacheldraht wurde zusätzlich unter eine Spannung von 380 Volt gesetzt.

 

Im Lager wurde, nach dessen Umbau zur Gedenkstätte, ein Friedhof mit 1120 Gräbern eingerichtet. In den Gräbern liegen Leichen von Inhaftierten aus verschiedenen deutschen Konzentrationslagern.

Während ihrer Haftzeit mussten die Inhaftierten in einem nahe gelegenen Steinbruch Schwerstarbeit leisten oder wurden zu medizinischen Versuchen unter der Leitung der „Reichsuniversität Straßburg“ missbraucht.

 

   

Im Lager Struthof wurden ca. 10 000 bis 12 000 Menschen ermordet. Ungefähr 40.000 Personen haben das Lager passiert.

 

   

Eine Flucht war beinnahe unmöglich. Nur ein Mann hatte es geschafft, indem er sich die Uniform des Kommandanten aneignete und dann mit dessen Wagen unbemerkt entkam.

Im September 1944 begann aufgrund der heranrückenden Front die Evakuierung des Lagers. Am 23. November 1944 wurden die Häftlinge aus dem Lager befreit.

1950 wurde das KZ Struthof offiziell zum historischen Denkmal erklärt. Der französische Staatspräsident Charles de Gaulles weihte am 23.7.1960 das 40,5m hohe Mahnmal ein. 

  Bericht: Joona Bechthold, Joscha Jeckel, R9a, Korrektur: Gernot Baumann, 2006/07
   
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