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Seminarwoche in Weidenberg der Realschulklasse 9a der Franziska-Höll-Schule Bühlertal

 

Thema:      „Das demokratische Deutschland vor dem Hintergrund seiner jüngsten Geschichte“

 
   

Die Realschulklasse 9a der Franziska-Höll-Schule Bühlertal unternahm vor den Pfingstferien eine Studienfahrt zum Thema „Das demokratische Deutschland vor dem Hintergrund seiner jüngsten Geschichte“ nach Weidenberg in der Nähe von Bayreuth.

Die 25-köpfige Gruppe startete am Montag, den 05.05.2008 zusammen mit den Lehrern Gernot Baumann und Sarah Hoferer um 7:00 Uhr an der Franziska - Höll - Schule in Richtung Bayern. Pünktlich um 11:30 Uhr erreichte die Seminargruppe das Reiseziel die „Bildungsstätte Altes Schloss Weidenberg“.  
 
   
Um 14:30 Uhr stand das erste Seminar an. Der Vortrag thematisierte die Ideologie des Nationalsozialismus. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich u.a. mit der Frage, wie es zur „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten in Deutschland kommen konnte. Es wurden 5 Gruppen eingeteilt, in denen verschiedene Bereiche zum Thema zusammengefasst und vorgetragen wurden.  
Der Dienstag stand unter dem Zeichen der Auseinandersetzung mit einem der düstersten Kapitel Deutscher Geschichte. Die Klasse unternahm eine Fahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Flossenbürg an der Nähe der Tschechischen Grenze.

 
Das KZ Flossenbürg war kein Vernichtungslager wie zum Beispiel die Lager in Auschwitz, Treblinka oder Sobibor, sondern wurde von den Nazis als Arbeitslager konzipiert, bei dem die Menschen durch Arbeit unter härtesten und unmenschlichen Bedingungen meist schon nach wenigen Wochen oder Monaten den Tod fanden. Der Besuch des KZ war passend zum vorangegangenen Vortrag am Morgen über die zunehmende Entrechtung und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung aus dem öffentlichen Leben.
 
   
   
  Der Mittwochmorgen hatte die Widerstände bzw. Widerstandsgruppen im 3. Reich zum Thema. Hierbei erfuhren die Schülerinnen und Schüler an exemplarischen Darstellungen näheres über den Aufstand im Wahrschauer Ghetto vom 19. April 1943, bei dem dort internierte Juden mit Waffengewalt gegen die SS vorgegangen waren. Zusätzlich galt die besondere Aufmerksamkeit Widerstandsgruppierungen von Jugendlichen wie z.B. den „Edelweispiraten“ oder der „Weißen Rose“.
 

An diesem Tag erkundete die Klasse außerdem Nürnberg, die „Stadt der Parteitage“. Auf dem Programm stand der Besuch des Reichsparteitagsgeländes mit dem Zeppelinfeld und der Dauerausstellung „Faszination und Gewalt im Nationalsozialismus“.

 

 

Der vierte Tag der Exkursion begann mit einem Vortrag zum Verlauf des 2. Weltkrieges. Die Blitzkriege, das Unternehmen Barbarossa (Russlandfeldzug 1942) und der militärische Widerstand wie das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 durch Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und andere wichtige Ereignisse wurden den Schülern hierbei vorgestellt.

 

Der Nachmittag diente der Auseinandersetzung mit der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Klasse unternahm einen geistigen „Sprung“ in die Zeiten des Kalten Krieges an der Zonengrenze zwischen BRD und DDR. Man besuchte die Deutsch-Deutsche Grenze in Mödlareuth. Das unter dem Spitznamen „Klein-Berlin“ bekannt gewordene Dorf mit 58 Einwohnern an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen weist eine Besonderheit auf: Es ist seit mehr als 400 Jahren zwischen den beiden Ländern geteilt. 41 Jahre lang verlief die innerdeutsche Grenze und somit auch die gleichen Grenzanlagen wie in Berlin genau mitten durch die Gemeinde.
   

Nach der Führung besichtigte die Klasse noch das Festspielhaus und das markgräfliche Opernhaus im ca. 100 km entfernten Bayreuth.

 

   
Das Kriegsende 1945 in Deutschland und die darauf folgenden Monate beschlossen thematisch die Seminarwoche in Weidenberg. Besonders eindrucksvoll schilderte der Film „Leben in Trümmern - Dresden 1945“ die Situation und die Entbehrungen für die Zivilbevölkerung nach sechs Jahren des Krieges. Ein gemeinsames Mittagessen beendete den Aufenthalt in Weidenberg.
   
 

Nach einer lehrreichen, interessanten und ermüdenden Woche kehrte die Seminargruppe gegen 18:00 Uhr gutgelaunt nach Bühlertal zurück.

 

   
   
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