Erstellt: 17.09.2010
| [Startseite] [Fächer] [Archiv 2009/2010] | |
|
Schüler der Franziska-Höll-Realschule Bühlertal als Vorlesepaten im Kindergarten St. Michael Die Lesefähigkeit zu steigern und Sinn erfassendes Lesen zu lernen und zu verbessern ist ein Inhalt des Deutschlehrplans. Bücher lesen, Lieblingsbücher vorstellen, Klassenlektüre und Lesenächte sind bekannte Wege, Schüler zum Lesen „zu verführen“. Die Klasse R6 erprobte einen weiteren spannenden Weg: denn Lesen ist nicht gleich Vorlesen.
|
|
|
Mit dem Kindergarten St. Michael waren schnell interessierte Partner gefunden, ein passender Vormittag ebenfalls. Die Erzieherinnen wählten die Kinder aus, denn jeder der 24 Schüler der sechsten Klasse sollte als Vorlesepate ein oder zwei Kindergartenkinder für die Laufzeit des Projektes fest zugeteilt bekommen.
|
Bereits im Frühjahr hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse R6 mit ihrem BK-Lehrer Gernot Bechtold das Bilderbuch „Henriette Bimmelbahn“ im Unterricht in ein Ausmalbilderbuch verwandelt, das innerhalb des Projektes jedem Kind vorgelesen werden sollte und das die Kinder im Anschluss daran mit nach Hause nehmen durften.
|
![]() |
Nachdem der erste Mittwochmorgen zu einem Erfolg geworden war, stand in der Folgewoche für alle Kinder das gleiche Bilderbuch, „Henriette“, auf dem Plan. Anfangs lernten alle „Vorlesekinder“ von und mit ihren Vorlesepaten gemeinsam die erste Strophe und bald hallte es durch den Kindergarten: „Henriette heißt die nette alte kleine Bimmelbahn. Henriette, Henriette fuhr noch nie nach einem Plan.“ Dann ging es in irgendeinen ruhigen Winkel des Kindergartengeländes zum Weiterlesen und Ausmalen. Am Ende der Vorlesestunde verewigten sich alle mit ihrem Namen auf den Waggons und der Lok einer großen vorgefertigten Papiereisenbahn.
|
|
Der dritte Vormittag wurde gestaltet mit einem Bilderbuchkontingent aus der Bücherei St. Michael, deren Leiterin Frau Astrid Frey wir herzlich für das Entgegenkommen danken möchten.
|
Dieses Mal suchten die Kindergartenkinder ihr Wunschbilderbuch aus und die –mittlerweile geübten- Vorlesepaten mussten damit ein ihnen unbekanntes Buch „ihren“ Kindern verständlich und packend vorlesen und darüber sprechen.
|
|
Im gemeinsamen Schlusskreis stand die Frage im Raum, ob die Kindergartenkinder ihre „Henriette-Strophe“ noch aufsagen konnten? Selbstverständlich war sie noch präsent! Und so war an diesem dritten Morgen die Schluss-Strophe des Buches an der Reihe. Denn mit diesem Vormittag endete das Vorleseprojekt.
|
|
![]() |
Am letzten Schultag nun machten sich die Schüler der R6 zum letzten Mal mit ihrer Klassen- und Deutschlehrerin Veronika Püttbach auf den Weg zum nahe gelegenen Kindergarten, um sich zu verabschieden und sich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. An diesem Tag begleiteten sie Herr Bechtold und Rektor Manfred Dörner, der seine Freude über das gelungene Projekt ausdrückte. Das Kindergartenteam um Conny Brügel erhielt als Danke-Schön die Vorlage für das Ausmalbilderbuch zur weiteren Verwendung und ein original Bilderbuch „Henriette Bimmelbahn“. Jedes Kindergartenkind wurde von seinem Vorlesepaten mit einem Erinnerungsfoto persönlich verabschiedet und nun musste doch dem Rektor auch noch die „Henriette-Strophe“ aufgesagt werden!
|
|
Beim letzten Vorlesen stellte Frau Püttbach allen Anwesenden das Bilderbuch über die beiden dummen Gänse, die nicht wussten wie man Feuer löscht oder die Feuerwehr ruft, vor und überreichte es als ihr persönliches „Danke“ an das überaus engagierte Kindergarten-Team, lobte das unkomplizierte und konstruktive Miteinander und freute sich auf weitere gute Zusammenarbeit.
|
Das Fazit zu dieser neuen Idee war von allen Seiten begeistert, was besonders an den herzlichen Abschiedsszenen zu erkennen war und auch aus den Erzählungen der Erzieherinnen über die Reaktionen der Kinder abgelesen werden konnte. Eine davon wird besonders in Erinnerung bleiben: „Mamma, heute waren richtige Schüler da.“
|
| [Startseite] [Fächer] [Archiv 2009/2010] | |