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Naturparkschule auf Entdeckertour im Wiedenbachtal
Kooperation mit dem Naturschutzbund (NABU)

Bühlertal ­ Die Kinder der 3. Klasse der Franziska-Höll-Schule Bühlertal waren mit ihrer Klassenlehrerin Frau Hort im Rahmen des Projekts Naturparkschule mit dem NABU am Wiedenbach unterwegs, um den Lebensraum Bach zu erforschen.

Die Kinder haben sichtlichen Spaß am Erkunden des Gewässers.

Morgens wurden die Kinder von Bruni Gassenschmidt, der Projektleiterin der Naturparkschule, mit den Entdeckerwesten des Naturparks ausgestattet. Jeweils mit Lupe, Kescher, Bestimmungsbuch, Pinsel und Pinzette ausgerüstet, gingen die Kinder mit Dieter Peter vom Naturschutzbund Baden-Baden/Sinzheim auf Expedition ins wilde Wiedenbachtal.

Eine Larve der Zweigestreiften Quelljungfer. Diese lebt 5 bis 7 Jahre versteckt im Bachgrund und ernährt sich von Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Bachflohkrebsen und weiteren kleinen Organismen

Dieter Peter erklärte den Kindern, dass es sich beim Wiedenbach um ein sommerkaltes Fließgewässer handelt und welche Pflanzen- und Tierarten es zu endecken gibt. Zuerst wurden die zwei häufigsten Bäume des Baches, die Schwarzerle und der Bergahorn vorgestellt. Neben dem Gurgeln des Bergbaches konnte immer wieder dem lauten Gesang des Zaunkönigs, einem kleinen Vogel der gerne an Bächen lebt, gelauscht werden. Anhand von Bildmaterial wurden die Kinder auf zu erwartende Organismen im Bach aufmerksam gemacht, wie den Larven von Eintagsfliegen, Libellen, Köcherfliegen und Arten, die ihr ganzes Leben im Bach verbringen wie den Bachflohkrebsen.

Ein frisch geschlüpftes Weibchen der Zweigestreiften Quelljungfer. Mit etwas Glück lebt sie maximal 8 Wochen

Die Kinder konnten es kaum erwarten mit dem Kescher in den kühlen Bach zu steigen und auf Entdeckungstour zu gehen. Unter der Lupe wurden die herausgefischten Schätze genauestens untersucht und bestimmt. „Herr Peter, Herr Peter, ich hab was!“, rief es aus allen Richtungen. Erstaunlich, welche Artenvielfalt zu entdecken war. Er zeigte auf, wie lange das Leben der verschiedenen Insektenarten im Wasser und wie kurz das der geschlüpften Tiere sein kann. Nachdem ein Braunfrosch die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, machte ein Junge eine ganz außergewöhnliche Entdeckung. Am Bachrand saß eine frisch geschlüpfte Zweigestreifte Quelljungfer, unsere größte heimische Libellenart. Sie ließ sich auf den Händen von Herrn Peter die Flügel trocknen und aushärten und startete dann nach eingehender Beobachtung zum Jungfernflug. Ein Schauspiel, das nur selten zu beobachten ist.

      
"Forscher" am Werk

 

(07.07.2017)

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